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Museum der Leidensgeschichte der Allierten Kriegsgefangenen in Zagan

Die im südwestlichen Teil Polens am malerisch sich windenten Bober gelegene Stadt Zagan mit entwickler Textilindustriec und Fertigungen von Kühlangen zählt 28.200 Einwohner auf einer Fläche von 39,98 km². Zagan rühmt sich einer über 800 jährigen Geschichte, welche prächtige Baudenkmäler unter anderm aus der Zeit, als es Fürstensitz schlesischer Piasten war, hinterließ. Seit dem 18. Jahrhundert war Zagan preußisch. Die Geschichte Zagans ist seit dem 19. Jahrhundert un trennbar mit der Existenz in seiner Umgebung von Lagern verbunden,die für Kriegsgefangene bestimt waren. Ein solches Lager gab es erstmaling im Jahre 1813. Aus dieser Zeit hat sich ein verwahrloster Friedhof für Soldaten der napoleonichen Truppen erhalten. Der französisch-preußische Krieg wirkte sich hier auch in ähnlicher Weise aus. Weitere verbrecherische konflikte fanden nicht ohne Zagan statt - daher existerien auch Friedhöfe von Gefangegen aus der Zeit des ersten Weltkrieges bis heute. Aber eine wirkliche tragödie für Zagan war die Zeit des zweiten Weltkrieges. hier in Zagan errichtete das Amt für Kriegsgefangene einen Komplex von Gefangenenlagern. In dem berüchtigten sogenannten Mannschafts-Stammlager des Stalags VIII C und seinen Filialen wurden ab 1939 Kriegsgefangene aus ca. 30 Nationalitäten, ingesamt über 300.000, zusammengefaßt. Viele von ihnen kehrten nicht zu ihren Familien zurück (ca. 120.000), sie starben infolge von Krankheiten, schlechter Behandlung. Das jüngste Lager des "Saganer Kombinats" war das Frühjahr 1942 gegründete Lager abgeschossene allierte Flieger ohne Rücksicht auf ihren Dienstgrad. Das Streben nach Freiheit ist ein uralter innerer Befehl und ein Recht des Menschen und auch des Soldaten, der in Gefangeschaft geraten war. Fluchtvorhaben von Kriegsgefangenen aus Lagern im Dritten Reich nahmen massenhafte Aumaße an. und die Intensität dieser Erscheinung wuchs von Jahr. Wenn im Jahre 1941 die deutschen Statistiken offiziel 15.000 Fluchtversuche notiert haben, so waren es im folgenden Jahre 19.000, dagegen flohen im Jahre 1943 schon 33.000 Gefangene aus den Lagern. Hier aus dem Stalag Luft 3 wurde die kühnste Flucht unternommen, die der Ermordung von 50 Teilnehmern, darunter sechs Polen, endete: Navigator Major Antoni Kiewnarski, Pilot Leutnant Stanislaw Król, sowie die Navigatoren Leutnante: Wlodzimierz Kolanowski, Jerzy Mondschen, Kazimierz Pawluk und Pawel Tobolski. Diese historische Episode des zweiten Weltkrieges fand reichen widerhall in der Literatur im Film und ist bekannt in der Welt als "Große Flucht" Die Flucht der Flieger us Zagan war die größte von allen bisherigen Fluchtvorhaben. Vorher, am 6. März 1943, waren aus dem Oflag in Szubin 43 britische Offiziere (darunter die spätern "Saganer" Harry Day und Jan Cross) geflohen, in der Nacht vom 19. zu 20. September desgleichen Jahres 47 polnische Gefangene aus dem Oflag VI B in Dössel bei Warburg, einen Tag später 67 Franzosen aus dem OflagXVII A in Edelbach in Österreich, schließlich in der Nacht zum 18. Dezember 1943 54 französische gemeine Soldaten aus dem Marlog (Lager der Kriegsmarine) in der Nähe von Hamburg. Erst ein hal bes Jahr später sollte dieser "Rekord" geschlagen werden durch 112 Gefangene aus dem Warschauer Aufstand, welche aus dem Transport auf dem Bahnhof Lódz geflohen waren.

Das Ausmaß der ausgeführten Verbrechen im Gebiet Sagans wurde Ende der Fünfziger Jahre dokumentiert. Im Jahre 1961 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Lagers ein Denkmal Denkmal (von Mieczyslaw Welter) errichtet, und im Jahre 1971 wurde das Museum der Leidensgeschichte der alliierten Kriegsgefangenen eröffnet, das Erinnerungen an die Helden des zweiten Weltkrieges sowie Beweise der begangenen Verbrechen gesammelt hat.